Bei Schulterschmerzen sollten Sie die Schulter nicht vollständig ruhigstellen, nicht durch den Schmerz hindurchtrainieren, Schmerzmittel nicht über ein bis zwei Wochen hinaus ohne ärztliche Rücksprache nehmen und Warnzeichen wie Brustschmerz, Atemnot oder eine Fehlstellung nach einem Sturz nicht abwarten. Ebenso wenig sinnvoll ist es, eine Operation, eine Spritzenserie oder eine Selbstzahlerbehandlung zu verlangen, bevor die Ursache untersucht ist. Organisatorisch kommt ein weiterer Fehler hinzu, der in München wie überall in Deutschland gilt: nach einem Arbeits- oder Wegeunfall nicht zum Durchgangsarzt zu gehen.

  • Die Schulter schonen, aber in Bewegung halten – eine Ruhigstellung kann die Muskulatur schwächen und das Gelenk steif werden lassen.
  • Überkopfarbeiten, Wurf- und Überkopfsport in der akuten Phase meiden, statt durch den Schmerz hindurchzutrainieren.
  • Schmerzmittel aus der Apotheke nur kurz einsetzen und Kortisonspritzen nicht beliebig wiederholen lassen.
  • Schulterschmerzen mit Brustdruck, Atemnot oder kaltem Schweiß sind ein Fall für den Notruf 112, nicht für den Orthopäden.
  • Nach einem Arbeits- oder Wegeunfall führt der Weg zum Durchgangsarzt, nicht zur Hausarztpraxis über die Krankenkasse.
  • Außerhalb der Sprechzeiten hilft in München der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117; die Notaufnahme ist für Unfälle und Notfälle da.
  • Einen Facharzttermin vermittelt die Terminservicestelle der KVB mit Überweisung – einen bestimmten Arzt kann sie nicht zusichern.

Welche Schulterschmerzen sind ein Notfall?

Ein Notfall sind Schulterschmerzen, hinter denen ein Problem am Herzen stecken kann, und Schmerzen nach einem Unfall mit Fehlstellung oder aufgehobener Beweglichkeit. Hinter den meisten Schulterschmerzen steckt nach Angaben des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) kein ernsthaftes Problem. Einige Beschwerden dürfen Sie trotzdem nicht aussitzen, weil die Schulter dann nur der Ort ist, an dem sich ein anderes Problem bemerkbar macht.

Ein Fehler an dieser Stelle ist, Schulterschmerzen reflexhaft als Verspannung abzutun, wenn zugleich die Brust drückt. Herzinfarktschmerzen können nach Angaben des Gesundheitsportals des Bundes in Arm, Rücken, Hals, Schulterblätter und Kiefer ausstrahlen. Bei Frauen können solche Ausstrahlungen sogar die einzigen Anzeichen sein. Wer dann auf einen Orthopädentermin wartet, verliert Zeit, die in dieser Situation nicht zur Verfügung steht.

Wann sofort zum Arzt oder in die Notaufnahme?

  • Schulter- oder Armschmerzen zusammen mit Druck oder Schmerz in der Brust, Atemnot, Übelkeit oder kaltem Schweiß: Notruf 112.
  • Plötzliche Lähmung oder Taubheit im Arm: sofort ärztliche Hilfe holen, im Zweifel Notruf 112.
  • Nach einem Sturz oder Unfall eine sichtbare Fehlstellung, eine „hängende“ Schulter oder der Arm lässt sich nicht mehr bewegen: Notaufnahme oder Notruf 112.
  • Rötung, Schwellung und Überwärmung der Schulter, vor allem mit Fieber oder nach einer Spritze in das Gelenk: noch am selben Tag ärztlich abklären lassen, außerhalb der Sprechzeiten über 116117.
  • Sehr starke Schmerzen, die sich auch in Ruhe nicht bessern: ärztlich abklären lassen, außerhalb der Sprechzeiten über 116117.

Bei einer ausgekugelten Schulter gilt: den Arm in der Haltung lassen, in der er am wenigsten schmerzt, und nicht von Laien einrenken lassen. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag zur Schulterluxation und Soforthilfe.

Schonen oder bewegen – was ist bei Schulterschmerzen falsch?

Falsch sind beide Extreme: die Schulter vollständig ruhigzustellen und sie trotz Schmerzen voll weiterzubelasten. Das IQWiG hält fest, dass eine Ruhigstellung die Muskulatur schwächen und dazu führen kann, dass die Schulter steif wird. Auch das Gesundheitsportal des Bundes formuliert, die Schulter zu schonen bedeute nicht, sie ruhigzustellen. Zugleich rät es, bei akuten Beschwerden Arbeiten und Sport mit über den Kopf gehobenem Arm zu meiden.

Schonen heißt deshalb: die Bewegungen weglassen, die den Schmerz auslösen, und alle anderen weiter machen. Wer den Arm aus Angst tagelang angewinkelt am Körper hält oder eigenmächtig eine Armschlinge trägt, riskiert eine zusätzliche Bewegungseinschränkung, die dann neben dem ursprünglichen Problem behandelt werden muss. Ausnahmen gibt es: Nach einem Bruch, einer Ausrenkung oder einer Operation kann eine kurze Ruhigstellung ärztlich angeordnet sein. Dann gilt die Anordnung, nicht die allgemeine Regel.

Auf der anderen Seite steht der Versuch, den Schmerz „wegzutrainieren“ – gerade mit den Bewegungen, die ihn auslösen: Wurf- und Rückschlagsport, Kraulschwimmen, Klettern, Hanteltraining über Kopf, aber auch das Streichen einer Zimmerdecke oder das Einräumen hoher Regale. Gezielte Kräftigungs- und Beweglichkeitsübungen gehören zur Behandlung, aber dosiert und passend zur Ursache. Welche Übungen das sind, hängt davon ab, ob eine gereizte Sehne, eine Kalkablagerung, eine Kapselentzündung oder ein Riss vorliegt. Übungen aus Videos, die für eine andere Ursache gedacht sind, können deshalb das Gegenteil bewirken. Als Anhaltspunkt: Verstärkt eine Übung den Schmerz deutlich oder hält er danach bis in die Nacht an, sollten Sie sie bis zur Abklärung weglassen.

Was ist bei Schmerzmitteln und Kortisonspritzen falsch?

Falsch ist vor allem die Dauer: Schmerzmittel länger als ein bis zwei Wochen ohne ärztliche Rücksprache zu nehmen und Kortisonspritzen beliebig wiederholen zu lassen. Entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen können bei Schulterschmerzen etwas lindern. Das IQWiG und das Gesundheitsportal des Bundes nennen jedoch übereinstimmend, dass sie nicht länger als etwa zwei Wochen eingenommen werden sollten. Menschen mit Nieren- oder Leberschwäche vertragen solche Tabletten nach Angaben des IQWiG oft schlecht; als nebenwirkungsärmere Alternative nennt es Gele und Cremes mit dem Wirkstoff Diclofenac. Zur Dosierung beraten Sie Ihre Ärztin, Ihr Arzt oder Ihre Apotheke.

Wer Schmerzmittel über Wochen nimmt, um weiter arbeiten oder trainieren zu können, verdeckt das Signal, das zur Schonung anhalten soll – und schiebt die Abklärung hinaus. Brauchen Sie nach zwei Wochen noch regelmäßig Schmerzmittel, ist das ein Grund für einen Termin, nicht für die nächste Packung.

Kortison ist ein entzündungshemmender Wirkstoff, der bei Schulterbeschwerden zum Beispiel in den Raum unter dem Schulterdach gespritzt wird. Es kann laut IQWiG Schmerzen lindern und die Beweglichkeit verbessern, wiederholte Spritzen können aber Sehnen und Knorpel schwächen. Das IQWiG rät deshalb, wiederholte Kortisonspritzen zu vermeiden, und empfiehlt, die Schulter nach einer Spritze zwei Tage zu schonen. Die AWMF-Leitlinie zum subakromialen Impingement – also zur Einengung der Sehnen unter dem Schulterdach – sieht Injektionen als Teil der konservativen Behandlung vor, vor allem zur Schmerzreduktion am Anfang. Ein Fehler ist es, die Spritze als eigentliche Behandlung zu verstehen und bei jedem Wiederaufflammen eine neue zu verlangen, ohne dass die Ursache bearbeitet wird. Eine Spritze kann ein Zeitfenster schaffen, in dem Physiotherapie und Übungen besser möglich sind. Nutzen Sie es, statt die Schulter sofort wieder voll zu belasten.

Nach einer Spritze in das Gelenk sind Rötung, Schwellung, Überwärmung oder Fieber kein normaler Verlauf. Eine Gelenkinfektion ist laut IQWiG selten, muss aber am selben Tag abgeklärt werden.

Sollte man eine Operation oder eine Selbstzahlerbehandlung verlangen, bevor die Ursache feststeht?

Nein. Bei Schmerzen unter dem Schulterdach empfiehlt die AWMF-Leitlinie zum subakromialen Impingement in ihrer Fassung von 10/2021 (Registernummer 033-056, Stufe S2e, also evidenz- und konsensbasiert), zunächst physiotherapeutischen Maßnahmen den Vorzug zu geben. Das IQWiG berichtet von Studien, in denen eine operative Erweiterung des Raums unter dem Schulterdach die Beschwerden nicht spürbar besser linderte als eine Scheinoperation – also ein Eingriff, bei dem nur ein Zugang gelegt, aber nichts verändert wird. Viele Fachleute raten deshalb laut IQWiG, einen Eingriff erst zu erwägen, wenn eine umfassende konservative Behandlung nicht geholfen hat.

Das heißt nicht, dass Operationen an der Schulter grundsätzlich vermeidbar wären. Bei einem frischen Sehnenriss nach einem Unfall, bei bestimmten Brüchen oder bei wiederholtem Auskugeln kann eine Operation die Behandlung sein, die man gerade nicht lange aufschieben sollte. Der Fehler liegt also nicht im Wunsch nach einer Operation, sondern darin, die Entscheidung vor dem Befund zu treffen – in die eine wie in die andere Richtung. Wann ein Eingriff in Betracht kommt, erklären wir im Beitrag Schulterchirurgie – wann eine OP nötig ist.

Dasselbe gilt für Selbstzahlerleistungen wie Stoßwellentherapie, Injektionen mit Eigenblut (aufbereitetem Blut aus der eigenen Vene) oder Geräteanwendungen. Für einige dieser Verfahren gibt es Hinweise auf einen Nutzen bei bestimmten Ursachen, für andere ist die Datenlage dünn. Das IQWiG beschreibt etwa für die Stoßwellentherapie bei der Kalkschulter mögliche Effekte, hält aber fest, dass sich aus den bisherigen Studien keine eindeutigen Empfehlungen ableiten lassen und die Behandlung bei der Kalkschulter keine Kassenleistung ist. Eine Stoßwelle bei einer Kalkablagerung ist eine andere Entscheidung als eine Stoßwelle bei einem Sehnenriss. Bevor Sie eine Behandlung privat bezahlen, sollten drei Fragen beantwortet sein: Welche Ursache ist gesichert? Was sagt die Studienlage für genau diese Ursache? Und welche Alternativen übernimmt die Krankenkasse? Einen Überblick über Wege ohne Operation gibt der Beitrag Konservative Schulterbehandlung in München ohne OP.

Reicht ein MRT-Befund, um zu wissen, was die Schulter hat?

Nein. Eine Magnetresonanztomografie (MRT) zeigt Sehnen, Knorpel und Weichteile, aber sie zeigt nicht, welcher Befund die Beschwerden verursacht. Die Leitlinie ordnet die Bildgebung in eine Abklärung ein, die mit Gespräch und körperlicher Untersuchung beginnt; das Röntgenbild in zwei Ebenen gehört dabei ebenso dazu.

In der Sprechstunde erleben wir, dass ein schriftlicher MRT-Befund Sorgen auslösen kann, die die Untersuchung nicht bestätigt – oder beruhigt, obwohl Beweglichkeit und Kraft etwas anderes zeigen. Ein Fehler ist es deshalb, auf eigene Faust ein MRT zu organisieren und den Befund im Internet zu deuten, bevor eine Fachärztin oder ein Facharzt die Schulter untersucht hat. Vorhandene Bilder sollten Sie aber zum Termin mitbringen – auf CD oder als Zugang zum Portal der Radiologie – zusammen mit dem schriftlichen Befund. Ob ein MRT vor dem ersten Termin sinnvoll ist, lesen Sie in unserem Beitrag MRT bei Schulterschmerzen vor dem Spezialistenbesuch.

Wie lange darf man Schulterschmerzen ohne Abklärung lassen?

Ohne Warnzeichen können Sie die Schulter zunächst schonen und beobachten. Nicht weiter abwarten sollten Sie, wenn die Beschwerden trotz Schonung nicht nachlassen, wenn die Beweglichkeit zunehmend abnimmt oder wenn nächtliche Schmerzen Sie regelmäßig wecken. Die Leitlinie zum subakromialen Impingement weist darauf hin, dass Beschwerden, die länger als drei Monate bestehen, chronisch werden können.

Wie lange „zu lange“ ist, hängt von der Ursache ab. Eine Kalkablagerung kann sich nach Angaben des IQWiG mit der Zeit von selbst auflösen. Eine sogenannte Frozen Shoulder – eine entzündliche Schultersteife, bei der sich die Gelenkkapsel zusammenzieht – verläuft in Phasen über einen längeren Zeitraum. Bei einem Sehnenriss stellt sich dagegen die Frage, ob und wann eine Naht sinnvoll ist. Diese Unterschiede lassen sich nur durch eine Untersuchung auseinanderhalten. Mehr zur Schultersteife lesen Sie im Beitrag Frozen Shoulder: Phasen, Dauer, Therapie.

Ein weiterer Fehler beim Abwarten ist, über lange Zeit zwischen verschiedenen Therapien und Selbstbehandlung zu wechseln, ohne dass die Diagnose überprüft wird. Ändert sich nach mehreren Wochen Behandlung nichts, ist eine fachärztliche Neubewertung sinnvoller als die nächste Verordnung derselben Therapie.

Was sollte man nach einem Arbeits- oder Wegeunfall in München nicht tun?

Sie sollten nicht einfach mit der Versichertenkarte zur Hausarztpraxis gehen. Nach einem Arbeitsunfall oder einem Unfall auf dem Weg zur Arbeit ist die gesetzliche Unfallversicherung zuständig, nicht die Krankenkasse. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) betont, dass ein Durchgangsarzt oder eine Durchgangsärztin aufgesucht werden soll – eine Überweisung ist dafür nicht nötig.

Wer den Unfall verschweigt oder über die Krankenkasse abrechnen lässt, riskiert später Streit darüber, ob die Schulterverletzung Unfallfolge ist – etwa wenn sich Monate danach herausstellt, dass eine Sehne gerissen ist. Melden Sie den Unfall deshalb auch dem Arbeitgeber und nennen Sie ihn beim ersten Arztkontakt ausdrücklich.

Für Patientinnen und Patienten aus München und dem Umland bedeutet das auch: Wird nach einem Arbeitsunfall eine Operation an der Schulter nötig, findet sie bei BG-Versicherten – also über Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse Versicherten – in unserem Fall am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München statt, nicht an unserem zweiten OP-Standort. Der Ort eines Eingriffs richtet sich also nach Versicherungsstatus und Art der Verletzung, nicht nach einer persönlichen Vorliebe. Bei der Wahl einer anderen Klinik empfiehlt die DGUV, vorher die Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse zu kontaktieren.

Wohin in München, wenn die Praxis geschlossen ist – und wohin nicht?

Mit Schulterschmerzen ohne Unfall und ohne Warnzeichen gehören Sie nicht in die Notaufnahme, sondern außerhalb der Sprechzeiten in den ärztlichen Bereitschaftsdienst. Er ist bundesweit kostenfrei und rund um die Uhr unter 116117 erreichbar. Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) beschreibt ihn als Anlaufstelle für Beschwerden, mit denen man sonst in eine Haus- oder Facharztpraxis ginge. Bei lebensbedrohlichen Beschwerden gilt immer der Notruf 112.

Im Münchner Zentrum betreibt die KVB die Bereitschaftspraxis im Elisenhof am Hauptbahnhof. Für Patientinnen und Patienten aus der Altstadt, der Maxvorstadt und der Ludwigsvorstadt ist das der naheliegende Weg, wenn eine schmerzende Schulter am Abend oder am Wochenende nicht warten kann. Im Münchner Osten gibt es eine KVB-Bereitschaftspraxis an der München Klinik Bogenhausen, die mittwochs und freitags am späten Nachmittag und Abend sowie an Wochenenden und Feiertagen tagsüber geöffnet ist. Die Klinik ist zugleich als überregionales Traumazentrum zertifiziert, also für die Versorgung von Unfallverletzten eingerichtet. Wer aus Bogenhausen, Haidhausen oder Trudering nach einem Sturz mit Verdacht auf eine Verletzung der Schulter kommt, findet dort die Notaufnahme für die Unfallverletzung – und zu den genannten Öffnungszeiten am selben Standort auch den Bereitschaftsdienst für die nicht dringende Abklärung.

Der umgekehrte Fehler ist, mit seit Wochen bestehenden Schulterschmerzen nachts in die Notaufnahme zu gehen. Dort hat die Versorgung akuter Notfälle Vorrang, und eine seit Wochen schmerzende Schulter kann dort erstversorgt, aber nicht abschließend abgeklärt werden. Unsicher, wie dringend es ist? Die KVB bietet unter 116117 auch eine Ersteinschätzung an.

Wie kommen Sie in München an einen Facharzttermin – und was ist dabei ein Irrtum?

Gesetzlich Versicherte erhalten über die Terminservicestelle der KVB einen Facharzttermin, wenn sie eine Überweisung mit Vermittlungscode haben – einer Kennung auf der Überweisung, die man bei der Buchung angibt. Die KVB nennt als Wartezeit ab dem ersten Anruf höchstens fünf Wochen; Routine-, Vorsorgeuntersuchungen und Bagatellerkrankungen sind davon ausgenommen. Erreichbar ist die Terminservicestelle unter 116117 oder online.

Ein Irrtum ist die Annahme, über die Terminservicestelle einen bestimmten Arzt buchen zu können. Die Terminservicestelle vermittelt nach Angaben der KVB weder Wunschtermine noch Termine bei einer bestimmten Ärztin oder einem bestimmten Arzt. Wer gezielt zu einer Schulterspezialistin oder einem Schulterspezialisten möchte, fragt direkt in der Praxis an. Welche Wege es dafür kurzfristig gibt, beschreibt unser Beitrag Schulterspezialisten in München mit kurzfristigen Terminen.

Privatversicherte und Selbstzahler können einen Termin ohne Überweisung direkt vereinbaren. Die Kosten richten sich dann nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ); ihre Höhe hängt von den abgerechneten Leistungen und dem Steigerungsfaktor ab, also dem Multiplikator, mit dem der Grundbetrag einer Leistung je nach Aufwand angesetzt wird. Unsere Praxis liegt im Asam Ärztehaus in der Sendlinger Straße in der Münchner Altstadt. Wie Sie dort einen Termin vereinbaren, finden Sie auf der Seite Kontakt und Terminvereinbarung.

Bei Schulterschmerzen sind die Wege in München kurz, aber sie führen je nach Situation an ganz unterschiedliche Stellen: in die Facharztpraxis, zum Bereitschaftsdienst, zum Durchgangsarzt oder in die Notaufnahme. Welcher davon passt, hängt davon ab, ob ein Unfall vorausging, ob Warnzeichen bestehen und wie lange die Beschwerden schon andauern. Deshalb steht bei uns am Anfang die Untersuchung der Schulter, und erst wenn der Befund klar ist, entscheiden wir gemeinsam, welche Behandlung dazu passt.

Prof. Dr. med. Chlodwig Kirchhoff, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Orthopädie & Unfallchirurgie Kirchhoff

Dieser Artikel informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche Untersuchung.

Häufige Fragen

Ist Wärme oder Kälte bei Schulterschmerzen besser?

Bei akuten Beschwerden kann Kühlen lindern, so das Gesundheitsportal des Bundes. Eine allgemeine Regel für alle Ursachen gibt es nicht. Lassen die Schmerzen trotz Kühlen und Schonung nicht nach, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoller als ein Wechsel der Hausmittel.

Darf ich bei Schulterschmerzen auf der schmerzenden Seite schlafen?

Wenn das Liegen auf der Seite den Schmerz verstärkt, sollten Sie es vorerst meiden und auf den Rücken oder die andere Seite ausweichen. Wecken Sie die Schmerzen regelmäßig nachts, ist das ein Grund für eine fachärztliche Untersuchung.

Kann ein Schulterschmerz links vom Herzen kommen?

Ja. Herzinfarktschmerzen können in Arm, Schulterblätter, Hals und Kiefer ausstrahlen, bei Frauen manchmal ohne typischen Brustschmerz. Kommen Brustdruck, Atemnot, Übelkeit oder kalter Schweiß hinzu, wählen Sie sofort den Notruf 112.

Wer ist der beste erste Ansprechpartner bei Schulterschmerzen in München?

Bei Beschwerden ohne Unfall ist das die Hausarztpraxis oder eine orthopädische Facharztpraxis. Nach einem Arbeits- oder Wegeunfall ist der Durchgangsarzt zuständig, außerhalb der Sprechzeiten der Bereitschaftsdienst unter 116117, bei Warnzeichen der Notruf 112. Worauf Sie bei der Wahl einer Schulterspezialistin oder eines Schulterspezialisten achten können, lesen Sie im Beitrag Passenden Schulterspezialisten in München finden.

Brauche ich eine Überweisung zum Orthopäden?

Für einen Termin über die Terminservicestelle der KVB brauchen gesetzlich Versicherte eine Überweisung mit Vermittlungscode. Privatversicherte und Selbstzahler können direkt einen Termin vereinbaren. Nach einem Arbeits- oder Wegeunfall ist für den Durchgangsarzt keine Überweisung nötig.

Was sollte ich zum ersten Termin wegen Schulterschmerzen mitbringen?

Die Versichertenkarte, bei gesetzlicher Versicherung die Überweisung, vorhandene Röntgen- oder MRT-Bilder samt schriftlichem Befund, eine Liste Ihrer Medikamente und Notizen dazu, seit wann die Schmerzen bestehen und was sie auslöst. Nach einem Arbeits- oder Wegeunfall nennen Sie Datum und Hergang des Unfalls.

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Verfasst und medizinisch geprüft von Prof. Dr. med. Chlodwig Kirchhoff, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Zusatzbezeichnung Spezielle Unfallchirurgie, zertifizierter Schulter- und Ellenbogenchirurg (DVSE) und Spezieller Arthroskopeur (AGA). Praxis im Asam Ärztehaus, Sendlinger Straße 37, 80331 München, gegründet 2024; zuständige Kammer: Bayerische Landesärztekammer. Stand: 12.10.2026. Leitlinienstand: AWMF 033-056, S2e, Version 1.0 von 10/2021.

Quellen